Von Norman
Nach ca. einem Jahr kommen wir mal zur Vorstellung des von mir benutzen Mainboard aus dem Hause Gigabyte. Das Mainboard mit seiner super Ausstattung - neben den Eigenschaften des KT333-Chipsatzes wie DDR333 und ATA/133 besitzt das Board einen Raidcontroller, USB 2.0, Onboard Sound und einen Ethernet-Anschluß. Alles was man sich wünscht, ist integriert - fehlt nur noch die CPU und Speicher.
Im typsichem Gigabyte-blau - die passiv gekühlte KT333-Northbrigde besitzt einen goldenen Kühlkörper (wurde bei mir durch einen Zalman-kühler ersetzt), weiterhin sieht man die fünf PCI-Slot´sowie den AGP-Slot, drei Speicherbänke, sonstige Chip´s und IDE-Ports.
Chipsatz: VIA KT333-Chipsatz + VT8233A-Southbridge
AGP/PCI/CNR: 1/5/0
Speicher: 3xDDR-SDRAM PC1600 / PC2100 / PC2700 bis 3 GB
Sound: Creative CT 5880
LAN: Realtek RL 8100BL
USB 2.0: VIA VT 6202
Raid: Promise PDC 20276
Bustakte: 100 - 200 MHz in 1 MHz-Schritten
DDR-SDRAM-Frequenz: 100, 133, 166 MHz
VCore, VAGP, VDimm: Ja, Ja, Ja
Wie man sieht, ist die List der Feature ziemlich lang, deshalb ist diese Board-Betrachtung auch einwenig lang, aber last euch überraschen...
Die Verpackung mit ihrem Inhalt ist genauso lang wie die Featureliste. Gigabyte hat uns hier ein echtes Überraschungspaket zusammengepackt:
- Handbuch
- Treiber- und Utilities-CD
- Aufkleber für die Mainboard-Settings
- Quick PC Installation Guide
- USB 2.0 Bracket (4Ports)
- USB Bracket (2Ports)
- Gigabyte Case-Sticker
- ATX-Slotblende
- 1x Floppy Anschlußkabel
- 3x ATA/133/100/60-Kabel
Es ist extrem was Gigabyte da in die Schachtel gequescht hat. Die meisten Hersteller legen nur ein IDE-Kabel bei. Gigabyte hat an die Käufer gedacht und gleich drei IDE-Kabel beigepackt damit der Raidcontroller benutzt werden kann. Zwei Kanäle für zwei Festplatten, die im Raid betrieben werden. Andere freuen sich über die beiliegenden Versionen von Norten Antivirus und Personal Firewall 2002 die mit auf der Treiber-CD sind sowie Easy Tune III und Flash-Software für das Bios.
Jetzt schauen wir uns mal die ganzen Mainboardkomponeten mal genauer an.
Beginnen wir mit dem PCI- und AGP-Slot´s. Fünf PCI-Slot´s befinden sich auf dem Board es sind alles 32bit/33MHz Steckplätze, die alle als PCI Busmaster angesprochen werden können, denen aber nur vier Interruptleitungen zur Verfügung stehen. Der AGP-Slot ist 4x AGP und abwärtskompatibel.
Die Speicherbänke können mit bis zu 3 GB DDR-SDRAM bestückt werden, welche DDR 333 schnell sein dürfen.
Die Northbridge sitzt unter einem goldfarbenem Kühlkörper. Andere Hersteller verwenden Aktivkühlungen, Gigabyte setzt hier auf die passiv Kühlung, das für den KT333 Chip reichen sollte und es ist leise. Der Kühlkörper kann gegen andere Kühlköper wie Aktiv mit Lüfter oder Wassergekühlt ausgetauscht werden.
Um den CPU-Sockel ist relativ viel Luft, so daß auch größere Lüfter passen sollte, leider steht ein einziger Kondensator im Weg. Neuere Kühlkörper, die an dieser Position eine Ausfräsung haben, sollten passen. Desweiteren gibt es einen Temperaturfühler - die Athlon XP´s werden aber auch durch eine interne Diode ausgelesen. Die im Bios angezeigten Werte waren realistisch, doch kann nicht gesagt werden, daß die Diode richtig funktioniert. Ein CPU-Schutz wie ASUS COP ist nicht enthalten.
Southbridge: Gigabyte setzt hier die VT8233A ein. Die V-Link-Southbridge überträgt die Daten über ein Dual-Channel-Protokoll mit 266 MB/s zur Northbridge. USB 2.0 ist im VT 8233A Chip noch nicht enthalten, dafür zwei ATA/133-Interfaces.
USB 2.0 verfügt über einen separaten Controller. Der VT 6202 Chip stellt vier Schnittstellen zur Verfügung, die beiliegende Slotblende wird an den orangen Ports eingesteckt.
Onboard Sound: ist ein Creative VT 5880 Chip, ist zwar schon einwenig älter, kann leider kein 5.1-Dolby Digital dekodieren, desweiteren noch ein AC97-Chip, die konbination kann sich sehen lassen, der Klang ist in Ordnung und der Sound knackt und rauscht nicht.
Onboard LAN: der Realtek RTL8100BL-Chip, dieser Chip wird häufig auf Mainboards verwendet und bereitet keine Probleme. Onboard LAN in Zeiten von DSL und Netwerkparties sollte zur Pflicht für die Hersteller werden.
Ein weiteres Feature, welches man allerdings nur bei Gigabyte vorfindet, ist DualBIOS. Diese Idee ist wirklich klasse - wenn man sein Bios geflashed hat und es ist etwas schief gegangen, so kann man durch einfaches "kopieren" des zweiten Ersatzchips auf den fehlerhaft geflashten Hautpchip sein Bios wieder herstellen.
Onboard Raid: der Promise-Controller, Gigabyte verwendet den PDC20276, dieser ist ATA/133 fähig. Der Controller ist mit einem Lightbios ausgestattet, Raid 0 und Raid 1 sind möglich. Dank ATA/133 können auch größe Festplatten angeschlossen werden, die 127 GB-Grenze ist aufgehoben.
Die IDE-Schnittstellen befinden sich beim Gigabyte 7VRXP in der Mitte des Boards, aber an einer sehr guten Stelle, sodaß man die Kabel seitlich über den Mainboardrand wegknicken kann. Die hinteren beiden Schnittstellen sind die Onboard-ATA-Interfaces, die unteren beiden gehören zum Promise-Raidcontroller. Oben werden also die CD-ROMs angeschlossen, unten sollte man Festplatten anschließen.
Ein super Mainboard aus dem Hause Gigabyte, zwar jetzt schon etwas älter und überholt, aber immer noch Leistungsfähig, Wer ein schnelles KT333 Board sucht, sollte zugereifen, wenn Ihr es noch bekommt, Positiv ist die Ausstattung mit Onboard LAN, Sound, Raid und USB 2.0 und das übersichtliche Layout des Mainboards