Von Arne
Bei der immer weiter steigenden Abwärme der heutigen CPU‘s sind Wasserkühlungen eine echte Alternative zu den recht lauten Luftkühlungen. Doch nicht jeder besitzt das technische Geschick, oder traut sich, sich aus Einzelkomnponenten ein System zusammen zu stellen.
Corsair stellte auf der diesjährigen CeBIT eine Komplett-Lösung vor, die so einfach zu montieren ist, wie jeder gängige Luftkühler. Das System nennt sich HydroCool 200 , weil es bis zu 200 Watt ohne Probleme abführen kann. Heutige CPU‘s liegen derzeit noch knapp unter 100 Watt, somit ist man auf der sicheren Seite.
Das System besteht aus einer externen Box mit Pumpe, Ausgleichsbehälter, Radiator (Wärmetauscher) und Überwachungselektronik. Intern im Rechner muss nur der CPU Kühler montiert werden, welcher auch gleich mit einer Halterung für AMD Sockel A und Intel P4 (Sockel 478) kommt. Somit kann man das System auch nach einem Wechsel des Computers noch verwenden.
Der Kühler ist nach einem von General Motors patentierten Design gefertigt und soll so troz seiner sehr geringen Abmessungen durch ein spezielles Lamellendesign eine gute Kühlleistung garantieren.
Neben dem Kühler wird noch ein kleine Platine im Rechner montiert, diese hängt an einer Slotblende, die einen PCI Slot einnimmt und gleichzeitig die Schlaudurchführung nach draussen erledigt. Diese Platine dient zum erfassen der Temperatur am Wasserkühler und ermöglicht auch eine Notabschaltung des Rechners, bei überschreiten von Einstellbaren Schwellenwerten.
Leider unscharf, aber hier sieht man die Schlauchdurchführung und die Elektronik, die den Rechner runterfahren kann:
Hier noch mal eine Gesamtübersicht über die im Rechner motierten Komponenten, der Aufwand ist minimal:
Zur präsentation des HydroCool 200 hatte Corsair extra eines mit durchsichtigem Gehäuse mitgebracht um den Einblick auf alle Komponenten bestens zu gewährleisten. Man erkennt hier sehr gut, auf der rechten Seite den Ausgleichsbehälter (gelber Deckel) , den Fluss-Anzeiger (rotes Flügelrad) damit man wird sichergestellt, dass das Wasser auch wirklich fließt, ansonsten wird der Rechner runtergefahren. Im vorderen Teil sieht man den Radiator (silber):
Von der Seite kann man hier noch mal den Radiator sehr gut erkennen:
Zum Abschluß noch mal der Kühler auf einem Sockel A:
...und auf einem P4:
Damit das System Lan-Party tauglich wird, setzt corsair auf spezielle Schnellkupplungen, die ermöglichen die Schläuche vom HydroCool abzutrennen, ohne das Wasser auslaufen kann. Dies ist möglich, dadurch dass beide Seiten der Steckverbindung ein Ventil besitzen, welches selbstschließend ist.
Fazit:
Laut Corsair kommt das System mit einer unverbindliche Preisempfehlung von 250 EUR auf den Markt. Somit ist es zwar teurer als ein Set aus einzelkomponenten, aber immer noch billiger als eine Zusammenstellung aus einzelnen High-End Komponenten. Durch die Sicherheitsfeatures und die Einfachheit des Systems ist es eine echte Altenative für viele Leute. Auch die Tatsache, dass keine Veränderungen am Computergehäuse vorgenommen werden müssen, macht das System attraktiv für jeden der eine Wasserkühlung haben möchte, aber Handwerklich nicht so geschickt ist, oder halt nicht "basteln" möchte.
Einzig abzuwarten bleibt, wie gut die Kühlleistung tatsächlich ist, und wie stark die Geräsuchbelastung sein wird, schließlich ist ein 120mm Lüfter im System, um den Radiator zu kühlen.
Links:
Pressemitteilung , Corsair