Von Arne
Eine der begehrtesten Modding - Disziplinen zur Zeit ist der Einbau von LCDs in den Rechner. Mittels verschiedener Software kann man alle nur erdenklichen Dinge auf den Displays anzeigen lassen. Da wären z.B. Daten aus dem Motherboard Monitor , also Temperaturen , Lüfterdrehzahlen, Spannungen usw. Oder z.B. eine Titelanzeige für WinAmp oder eine Anzeige für neue E-Mails und noch vieles mehr...
Man benötigt natürlich ein LC-Display, z.B. von Conrad oder Reichelt. Das Display muss einen HD44780 kompatiblen Controller besitzen, was allerdings bei den oben genannten Händlern kein Problem ist. Die frei Auswahl hat man bei der Größe, es gibt z.B. 16x2 (16 Zeichen, 2 Zeilen) oder 20x2 , 20x4 oder 40x4 um nur einige zu nennen. Wobei man wohl mit 20x4 die wenigsten Probleme haben wird eine geeignete Software zu finden.
Ich habe mich für ein 20x4 LCD von Conrad entschieden.
Des Weiteren benötigt man zwei Potis, eins mit 100 Ohm und eins mit 10 kOhm, diese dienen zum Einstellen von Kontrast und Hintergrundbeleuchtung. Dann braucht man noch eine 25-poligen Sub D Stecker zum Anschluss an den LPT Port. und ein Flachbandkabel um das Display mit dem Stecker zu verbinden.
Einkaufsliste Conrad
1x 18 72 75 20x4 LCD mit Hintergrundbeleuchtung
1x 43 06 76 Poti 100 Ohm
1x 43 07 30 Poti 10 kOhm
1x 74 11 83 Sub D Stecker 25 polig
dazu noch Kabel , je nach Geschmack.
Das LCD fertig zu löten ist eigentlich nicht schwer. Man lötet einfach nach dem folgenden Schaltplan den Stecker und die beiden Potis an das LCD und dann ist man fertig.
Wenn dann alles fertig gelötet ist, schließt man das LCD an den LPT Port an und es kann losgehen. Man sollte hierbei beide Potis erst mal in der Mittelstellung haben und sich dann langsam an die benötigten Einstellungen rantasten. Während des hochfahren des Rechners sollten die 1. und 3. Zeile schwarz leuchten, dann hat man richtig gelötet. Leuchtet nur die Hintergrundbeleuchtung sollte man noch mal an den Potis drehen, evtl. ist der Kontrast zu niedrig eingestellt.
Im Windows Betrieb benötigt man dann ein Programm, welches das LCD ansteuert. Hiervon gibt es viele im Internet zum Download, deshalb nur einige Links der Programme, die ich zum Testen benutzt habe:
jaLCDs
Für den Betrieb unter Windows NT/2000/XP benötigt man noch einen extra Treiber, den es z.B. hier gibt:
I/O Port Treiber
Wenn man nun ein Programm und ggf. den Treiber installiert hat kann das ganze so aussehen (die Schutzfolie ist noch auf dem Display, deshalb der komische Rand) :
oder so:
Viel Spaß beim Nachbauen.